11. November 2014

Gemeinsam gegen Rassismus und religiösen Fundamentalismus

Am 26. Oktober fand in Köln ein Aufmarsch der Gruppe „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) statt. Unter diesem Motto rotteten sich rund 5.000 Hooligans und Nazis  zusammen, um gegen Muslime, Migranten und Migrantinnen zu hetzen. Währenddessen  gab es rassistisch motivierte Gewalt gegen Anwohner und Anwohnerinnen, gegen Antifaschistinnen und Antifaschisten, sowie Pressevertreterinnen und Pressevertreter.

Es war der größte rechte Aufmarsch in Westdeutschland in den letzten Jahren. Während Medien und Offizielle sich noch über das Gewaltpotenzial wundern und sich fragen, wie es dazu kommen konnte, dass untereinander angeblich „verfeindete“ im Selbstverständnis „unpolitische“ Hooligans, zusammen mit Neonazis demonstrieren, wurde für den 15. November bereits der nächste Aufmarsch in Hannover angekündigt.
Unter dem Motto „Europa gegen den Terror des Islamismus“ wollen Rassistinnen und Rassisten für ihre europäische Leitkultur auf die Straße gehen. Denn es ist nicht etwa der  Krieg der vermeintlichen Gotteskrieger des Islamischen Staat (IS) im Irak und Syrien, der sie zu Protesten anstachelt. Es ist die herbeifantasierte „Überfremdung“ Europas durch Menschen islamischen Glaubens. Der Krieg im nahen Osten ist für sie nur der Aufhänger, um bürgerliche Nationalisten und Nationalistinnen und Stammtischrassistinnen- und ssisten unter ihrem Banner versammeln zu können. Denn die Angst vor „Überfremdung“ eint all jene, die ihre Zusammengehörigkeit über Blut und Boden definieren und mit angeblich gemeinsamen Werten in Verbindung bringen.
Die Nazis und Hooligans nutzen Rassismus und die direkte Gewalt gegen ihre erklärten Feinde, als Ausdruck ihres Machtwillens.

Jetzt wollen diese Rassistinnen und Rassisten in Hannover auf die Straße gehen.
Wir sagen: 

 In Hannover lauft ihr auch keinen Meter! 
 Wir wehren uns gegen Rassismus, genauso, wie wir den Feldzug und die Ideologie des IS abscheulich finden! 

Deshalb rufen wir dazu auf, am 15. November gemeinsam mit allen anderen Antifaschistinnen und Antifaschisten gegen Rassismus und religiösen Fundamentalismus in Hannover auf die Straße zu gehen!

Treffpunkt: Samstag, 15. November um 10 Uhr, Steintor, Hannover

Carlo Bleichert - Manfred Kays - Anja Stoeck
SprecherInnen der Landesarbeitsgemeinschaft Rechtsextremismus/Antifaschismus (ANTIFA) – DIE LINKE.Niedersachsen