26. April 2013 Kerstin Rudek

DIE LINKE Niedersachsen: 27 Jahre Tschernobyl: Atomkraftwerke unverzüglich abschalten!

DIE LINKE Niedersachsen mahnt anlässlich des 27. Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, die deutschen Atommeiler entschieden schneller vom Netz zu nehmen, als von der schwarz-gelben Bundesregierung und der rot-grünen Niedersächsischen Landesregierung geplant.

Nach dem Willen der Bundesregierung sollen die hiesigen Atommeiler bis zum Jahr 2022 weiter Atomstrom liefern und Atommüll produzieren.

Explizit das niedersächsische AKW Grohnde steht in der Kritik der LINKEN: derzeit findet ein Brennelementewechsel mit plutoniumhaltigen MOX Brennelementen statt. Das Risiko für nicht beherrschbare Unfälle steigt damit aus Profitgier der Betreiber. Katastrophenschutzpläne sind bekanntermaßen völlig mangelhaft und trotzdem wird am irrigen Kurs des Atomgeschäftes festgehalten.

Die Katastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986 hat bis heute zur Folge, dass eine weitläufige Region in der Umgebung des ehemaligen Reaktors verstrahlt und unbewohnbar ist. Tausende Menschen leiden bis heute unter den Folgen der radioaktiven Strahlung. Krankheiten, Tod und Missbildungen sind die Folge der Havarie des Reaktors vor mehr als einem Vierteljahrhundert.

Selbst in Niedersachsen ist der Verzehr von Waldpilzen und Waldbeeren, als auch Wildschwein absolut gesundheitsgefährdend, also potentiell krebserregend, weil mindestens vereinzelt hohe Werte an Cäsium bis heute nachgewiesen werden, was auf den Fallout in 1500 km Entfernung vor 27 Jahren zurückzuführen ist.

„DIE LINKE Niedersachsen fordert, alle 9 noch bundesweit in Betrieb befindlichen Atomkraftwerke unverzüglich stillzulegen und den Energiebedarf durch Erneuerbare Energien in Bürger_innenhand zu bezahlbaren Preisen zu erzeugen!“ , so Kerstin Rudek vom Landesvorstand der Niedersächsischen LINKEN.

Eine klare Absage erteilt DIE LINKE Niedersachsen auch den Neubauplänen der russischen Atomfirma ROSATOM, ein AKW mit zwei Blöcken in Kaliningrad zu errichten. Die Umweltorganisation «Экозащита!» (Ecodefense) übergibt heut in Kaliningrad einen Protestbrief an die Großbank Société Générale, die sich bisher nicht von der geplanten Finanzierung der beiden Atommeiler in Kaliningrad zurückgezogen hat. Unterschrieben ist der Protestbrief von zahlreichen internationalen Organisationen, auch DIE LINKE Niedersachsen fordert die Société Générale auf, das für Menschen und Umwelt schädliche und unverantwortliche Atomprojekt unverzüglich zu beenden: Kein weiteres Tschernobyl!